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Grappa, der beliebteste Tresterbrand Italiens, hat sich aus den einfachen Winzerschnäpsen früherer Zeiten erfolgreich weiter entwickelt. Grappa entsteht durch Destillation aus den Kelterrückständen, also aus Kernen, Schalen und Stängeln, bei der Weinherstellung. Grappa wird im Friaul, in Venetien, im Piemont und im Aostatal gebrannt. Die Unterschiede der aus den einzelnen Regionen stammenden Grappas ergeben sich vor allem durch die verschiedenen Traubensorten, aus deren Rückstände gebrannt wird, wobei innerhalb eines Gebietes auch gegensätzliche Destillate entstehen können. Dass dennoch jeder Grappa erst einmal nach Grappa schmeckt, hat seinen Grund in einer gesetzlichen Vorschrift: Die Pressrückstände, das Grundmaterial für die Grappa Herstellung, müssen trocken gebrannt werden, d.h. sie dürfen nicht mehr Feuchtigkeit enthalten, als zum Destillieren notwendig ist. Dadurch wird das Aroma so intensiv wie möglich. Wenn man die Traubenrückstände unmittelbar nach der Pressung verwendet, erhält man einen runden und sehr weinigen Grappa. Meistens jedoch werden die Traubenreste zur Reifung eingelagert.
* Auszug aus einem Werk von Franz Brandl, mit seiner freundschaftlichen Genehmigung.
* Auszug aus einem Werk von Franz Brandl, mit seiner freundschaftlichen Genehmigung.
