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Der Gin ist ein direkter „Nachfahre“ des holländischen Genever, hat sich aber in England ab 1700 so eigenständig fortentwickelt, dass man zu Recht seinen Ursprung England zuspricht. Der Name Genever leitet sich von „Genièvre“, der französischen Bezeichnung für Wacholder ab und wurde in England zur Bezeichnung „Gin“. Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert erlebte die Produktion von Gin einen ungeheuren Aufschwung, und die damals billigste aller Spirituosen wurde bald als „Mutter Ruin“ bekannt und berüchtigt. Ein wichtiger Schritt erfolgte 1830, als ein neu erfundener Destillierapparat „Coffey Still“ zum Einsatz kam, welches als Vorreitermodell der heutigen Destillieranlagen gilt. Der nun kultivierte Gin spielte in dem 19. Jahrhundert aufkommenden Bars eine bedeutende Rolle und auch außerhalb Englands verbreitete sich der Gin rasch. Wacholder war und ist bis heute die prägende Zutat im Gin und sein wesentlichstes Erkennungsmerkmal. Außer Wacholderbeeren werden auch sogenannte „Botanicals“ Anis, Angelika, Fenchel, Kalmus, Koriander, Orangen, Zimt, Zitronen u.a. verwendet.
* Auszug aus einem Werk von Franz Brandl, mit seiner freundschaftlichen Genehmigung.
* Auszug aus einem Werk von Franz Brandl, mit seiner freundschaftlichen Genehmigung.
